der Rur-Stausee in Obermaubach

 

Das Staubecken Obermaubach wird von der angestauten Rur gebildet und wurde in den 30er Jahren geplant. Er umspannt eine Fläche von rund 55ha bei 3km Länge. Ziel für die Projektplanung lag in der Tatsache begründet, dass durch den Kraftwerksbetrieb der Wasserkraftanlage Heimbach – gespeist aus der Urfttalsperre – schwallartige Wasserabgaben den Mittel- und Unterlauf der Rur belasteten, was  eine Folge des strombedarfsgesteuerten Kraftwerksbetriebes ist.

Weil auch an der Rurtalsperre ein vergleichbares Kraftwerk vorgesehen war, musste man noch größere Schwankungen in der Wasserführung der Rur erwarten. Es galt also, die künstlichen und abrupten Änderungen des Abflusses durch den nicht kontinuierlichen Wasserkraftwerksbetrieb in der Rur auszugleichen, weshalb man die Staubecken Heimbach und Obermaubach im Sprachgebrauch als Ausgleichsbecken führt und in der Regel nicht als Talsperren bezeichnet.

 

Wasserkraftwerk

Das Wasserkraftwerk wurde 1969 mit einer Rohrturbine ausgestattet, die über ein Winkelgetriebe einen Generator antreibt. Mit 650 kW Leistung und einer maximalen Durchflussmenge von 11.000 ltr/s bei einer Fallhöhe von ca. 7 m können bis zu 3,3 Mio. kWh Elektrizität  im Jahr erzeugt werden. In der Regel wird die vorgeschriebene Wasserabgabe über den Kraftwerksbetrieb gesteuert.

 

Fischtreppe

Das Staubecken ist mit einer Fischabstiegs- & Aufstiegstreppe versehen und so auch ökologisch gut ausgerüstet.